MATERIALIEN
GOLD
Gold ist eines der ersten Edelmetalle, das von Menschen bearbeitet worden ist.
Die ältesten Goldfunde sind auf 4500 v. Chr. datiert. Der gelbe Glanz und die chemische Beständigkeit haben dazu geführt, dass es seit vielen Jahrtausenden das begehrteste Metall für die Herstellung von Schmuck und Münzen ist.
Es ist das dehnbarste aller Metalle und dank seiner Geschmeidigkeit lässt es sich zu Blattgold von 0,0001 mm Dicke verarbeiten. Aus 1 Gramm Gold kann auch ein 2 Kilometer langer Draht gezogen werden. Um die Härte und damit auch den Gebrauchswert zu erhöhen, wird es mit Silber und Kupfer legiert. In der Schmuckfertigung sind nahezu alle Zusammensetzungen möglich; sie bestimmen die Eigenschaften, die mechanische Qualität und die Farbe des einzelnen Werkstücks.
Um die typische gelbe Farbe zu entziehen und ein graufarbiges Metall - das Weißgold - zu erhalten, wird Palladium zugesetzt. Der Goldgehalt einer Legierung wird immer in Karat oder in Tausendteilen angegeben; 24 Karat oder 999,99 Tausendteile stehen für reines Gold.
Die Schmuckstücke werden ausschliesslich aus ressourcenschonendem Recyclinggold hergestellt.


SILBER
Silber wird seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. verarbeitet und ist zeitweise sogar höher als Gold gehandelt worden. Nach 1870 hat es jedoch seine ursprünglich hohe wirtschaftliche Bedeutung verloren und Gold als Währungsmetall Vorrang gewonnen.
Das weiße, glänzende Metall kommt unter allen Edelmetallen am häufigsten vor. Es folgt in der Dehnbarkeit nach Gold an zweiter Stelle und lässt sich daher gut zu dünnen Blättchen und Drähten verarbeiten. Silber zeigt die beste Leitfähigkeit von Elektrizität und Wärme sowie in poliertem Zustand das höchste Reflexionsvermögen aus.
Es verbindet sich sehr leicht mit Schwefel, das sich schon in geringsten Mengen in der Luft befindet. Dies führt zu den typischen Verfärbungen des Anlaufens, das durch Wärme, Feuchtigkeit, Licht und stark bewegter, staubhaltiger Luft zusätzlich begünstigt wird. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert, Silber nach Möglichkeit dunkel, kühl, staubfrei, trocken und frei von Zugluft aufzubewahren.
Um die Härte zu erhöhen, wird Silber mit Kupfer legiert; der Silbergehalt einer Legierung wird in Tausendteilen angegeben.
GLAS
Glas ist einer der ältesten Werkstoffe überhaupt; die ersten Funde haben sich vor über 40 Millionen Jahren auf natürliche Weise gebildet, es ist durch die ungeheure Hitze und den Druck bei Vulkanausbrüchen entstanden. Es ist ungeklärt, wann Glas erstmals von Menschen hergestellt worden ist; vermutet wird, dass es auf etwa 3500 v. Chr. zu datieren ist und Anatolien und Mesopotamien zuzuschreiben ist.
Glas wird durch das Schmelzen von natürlichen anorganischen Rohstoffen erzeugt, die fast überall in der Natur zu finden sind. Je nach Auswahl und Anteil der jeweiligen Urstoffe prägen sich die verschiedenen Eigenschaften aus. Zudem können die Lichtdurchlässigkeit und Farben durch unterschiedliche Zusammensetzung variieren.
Glas lässt sich in jeder Farbe einfärben, indem der Schmelze Metalloxide zugegeben werden; die Transparenz reicht von perfekter Klarheit bis zur völligen Opazität. Es ist ein vielseitiges Material, das gegossen, modelliert, gedehnt, geformt, geschnitten, poliert und geätzt werden kann. Dies erschließt mannigfaltige Möglichkeiten und lässt Glas in vielen Bereichen des täglichen Lebens sowie in der Forschung, Wissenschaft und Architektur wiederfinden.
